Regalfächer mit Matrjoschka Pärchen

eeFDM

Aufbau und Erprobung von Bausteinen für ein effektives und effizientes Forschungsdatenmanagement
Regalfächer mit Matrjoschka Pärchen
Foto: Alberto Triano on Unsplash
eeFDM logo Grafik: Roman Gerlach

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum BMBF-geförderten Projekt (April 2017 - Juni 2019) sowie Verlinkungen zu den daraus hervorgegangenen Publikationen zu den folgenden Themen:

Ziel des Projekts

Forschungsdatenmanagement (FDM) ist ein noch junges Fachgebiet, dessen Aufgabengebiet heterogen und stetigem Wandel unterworfen ist. Die Vielseitigkeit von Forschungsdaten wirft die Frage auf, welche konzeptionellen Ansätze geeignet sind, um Forschende in allen Phasen ihrer Vorhaben zu unterstützen und inwiefern sich daraus generalisierte Strategien für Projekte mit unterschiedlichen Anforderungen ableiten lassen. Bei einem Abgleich der strategischen Ziele des FDM mit dem Status an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) nach Einrichtung der Kontaktstelle Forschungsdaten-management (KS FDM) wurde erkennbar, dass sehr gute Grundlagen für die Arbeit der KS FDM geschaffen wurden, dass aber in einigen Bereichen noch deutliche Lücken zu verzeichnen waren.

Ziel des Projekts eeFDM war es, geeignete FDM-Angebote zu identifizieren und zu entwickeln, um mit institutionalisierter Unterstützung und zentralisierten Services den Forschenden den Umgang mit ihren Daten zu erleichtern bzw. diesen effektiver und effizienter zu gestalten. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Biodiversitätsforschung für die FSU und die ausgewiesene Expertise im FDM für diese Disziplin, dienten Verbundprojekte aus diesem Bereich als Piloten. Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Projekt sind auf andere Disziplinen und andere deutsche Hochschulen übertragbar. Berichte und Materialien sind über diese Website, die Digitale Bibliothek Thüringen (DBT) und Zenodo verfügbar.

Methoden und Ergebnisse

Weiterentwicklung der Unterstützung von Verbundprojekten

Zunächst wurde die FDM-Praxis von zehn Verbundprojekten an der FSU untersucht. Gegenstand der Befragung waren u.a.: Bewusstsein für und Kompetenzen im FDM, erhobene Daten, Metadaten, Qualitätssicherung, genutzte IT-Infrastruktur sowie Praxis der Datenarchivierung und -publikation.

Außerdem wurden die Prozesse in der KS FDM und im Datenmanagement-Teilprojekt des DFG SPP Biodiversitäts-Exploratorien untersucht. Methode der Wahl war die Geschäftsprozessanalyse (GPA), die die Beteiligten dazu anleitet, ihre eigene Praxis zu reflektieren und dabei schrittweise zu verbessern. Dazu dienen u.a. die dabei entwickelten Verfahrensanweisungen.

  • Bericht: Geschäftsprozesse im Forschungsdatenmanagement - Prozessorientierte Organisations-entwicklung im FDM an der FSU. (wird demnächst veröffentlicht)

Zusätzlich wurden Materialien zur Unterstützung von Verbundprojekten, aber auch Einzelwissen-schaftlern, zusammengestellt: beispielhafte Datenmanagementpläne, Entscheidungshilfen für die Wahl von Metadatenstandards und technischer Infrastruktur sowie Schulungsmaterialien und -konzepte.

Auch die Möglichkeiten des Aufbaus einer zentralisierten FDM-Infrastruktur an der FSU wurden untersucht.

 

Nachhaltige Bewahrung von Forschungsdaten

Die zunehmende Bedeutung der Publikation von Forschungsdaten gegenüber der reinen Archivierung führt zu neuen Anforderungen und Entwicklungen auf organisatorischer und technischer Ebene sowie bei den Rahmenbedingungen. Dieses Thema wurde im eeFDM Projekt aufgegriffen.

Es wurde ein Kriterienkatalog für die Bewertung von Datensätzen zum Zeitpunkt der Einreichung bei einer Datenmanagementplattform bzw. einem Repositorium entwickelt. Dieser bietet Datenmanagern und Kuratoren eine praktische Richtlinie zur Bewertung von Datensätzen zum Zeitpunkt des Einreichens für die Entscheidung, ob die Daten wie eingereicht aufgenommen werden, nach Kuratierung aufgenommen werden oder abgelehnt werden. Er spezifiziert außerdem Informationen, die beim Einreichen von Daten vom Einreichenden abgefragt werden müssen. Umgekehrt bietet der Katalog Forschenden, die Daten einreichen wollen, im Vorfeld Orientierung, welche Fragen zu beantworten sind. Somit können die Daten entsprechend aufbereitet und die notwendigen Informationen vorbereitet werden.

Außerdem wurde eine Richtlinie zur Archivierung und Publikation von Forschungsdaten am Beispiel der Biodiversitätsforschung zusammengestellt. Sie unterstützt Forschende bei der Datenauswahl, Datenaufbereitung, Auswahl eines geeigneten Repositoriums sowie Auswahl einer geeigneten Lizenz.

  • Guidelines for scientists at FSU on preservation and publication of research data. Taking Biodiversity research and adjoining disciplines as an example. (wird demnächst veröffentlicht)

 

Kompetenzentwicklung im nachhaltigen Umgang mit Forschungsdaten

Materialien zur Sensibilisierung in Bezug auf das Thema FDM und zur Förderung von gutem FDM wurden entwickelt sowie die Website „An open science project“ mit Materialien und Hintergrundgeschichten aufgesetzt. Es ist weiterhin für die ganze FDM-Community möglich, Materialien und Geschichten zur Weiterverwendung auf der Website zu veröffentlichen.

Vorhandene FDM-Schulungskonzepte an der FSU wurden analysiert und Verbesserungs- und Erweiterungsmöglichkeiten identifiziert. Bestehende Schulungsangebote wurden weiterentwickelt und die neuen Fassungen zum Einsatz gebracht. Schulungsmaterialien und -formate liegen in deutscher und englischer Sprache vor.

 

Evaluation der Effizienz und Effektivität von FDM

Es wurde eine Befragung der von der KS FDM beratenen Forschenden durchgeführt sowie eine Nutzerbefragung des oben genannten Datenmanagement-Teilprojekts der Biodiversitäts-Exploratorien. Die entwickelten Instrumente zur Selbstevaluation (Fragebögen, Online-Umfragen) können bei den entsprechenden Akteuren in Zukunft erneut eingesetzt sowie für andere Zwecke angepasst werden.

 

BMBF Logo Grafik: BMBF

Förderung

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der "Förderrichtlinie zur Erforschung des Managements von Forschungsdaten in ihrem Lebenszyklus an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen" gefördert (Fkz. 16FDM009). In der Förderrichtlinie wurden insgesamt 21 Projekte gefördert.

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